JOBMATCH.ME Logistik Studie zeigt: Was können Betriebe tun, um die Verbundenheit ihrer LKW-Fahrer zu erhöhen?

JOBMATCH.ME Logistik Studie zeigt: Was können Betriebe tun, um die Verbundenheit ihrer LKW-Fahrer zu erhöhen?

In einer Studie konnte gezeigt werden, dass die Wahrnehmung von Unterstützung und Wertschätzung für Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer enorm wichtig für die Verbundenheit zum Unternehmen ist. Fahrer*innen, die diese Unterstützung von ihrem Betrieb wahrnehmen, fühlen sich mit diesem nicht nur stärker verbunden, sondern bleiben auch ihrem Beruf eher treu. Entscheidend ist, dass die Fahrer*innen die Bemühungen des Betriebs sehen und anerkennen.

Die Ergebnisse können helfen, Gründe für Fluktuation von LKW-Fahrerinnen und LKW- Fahrern zu erkennen und gezielt vorzubeugen. Die Bekämpfung von Fluktuationsgründen ist nicht nur für einzelne Unternehmen von Bedeutung, sondern - in Anbetracht des Fachkräftemangels - für die gesamte Logistikbranche.

Was sollte also konkret geschehen, um die Verbundenheit von LKW-Fahrern zu erhöhen?


Weiterhin gibt die Studie Impulse dazu, stärker auf die Bedürfnisse von beschäftigten Fachkräften einzugehen. Dies dient nicht nur der Reduzierung von Stressbelastungen, sondern erhöht ebenfalls die Arbeitsmotivation und verringert die Anzahl von Krankheitstagen.

Die Studie wurde von Lukas Gröninger im Jahr 2019 in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen durchgeführt. Grundlage der Studie ist die Befragung von 612 Berufskraftfahrer*innen.

Zusammenhang von Wertschätzung und Betriebszugehörigkeit: Die wichtigsten Fakten.



Warum Arbeitsbeziehungen immer ein “Geben und Nehmen” darstellen.



Wenn Menschen in Beziehungen treten tun sie dies stets aus einem gewissen Antrieb: Es soll sich für sie lohnen. Die Belohnungen nach denen Menschen streben, können zumeist nur in sozialer Interaktion erfüllt werden, wie zum Beispiel berufliche Anerkennung. Dies gilt für jegliche Arbeitsbeziehungen und ist ein Mechanismus des sozialen Austauschs. Nehmen LKW-Fahrer die Unterstützung und die Anerkennung des Arbeitgebers wahr, so werden sie sich revanchieren - ob bewusst, oder unbewusst. Wie sie sich revanchieren, kann sich unterscheiden. Klassischerweise steht am Beginn eine erhöhte Verbundenheit zum Unternehmen.

Nehmen Berufskraftfahrer Unterstützung vom Arbeitgeber wahr, so kommt es zu einer erhöhten Verbundenheit zum Unternehmen.

Diese Verbundenheit zum Unternehmen ist für beide Seiten wünschenswert und resultiert in mindestens drei positiven Effekten.

Je größer die Verbundenheit von Berufskraftfahrern zum Unternehmen ist, desto:



  1. geringer ist die Kündigungsbereitschaft.
  2. geringer ist die empfundene Stressbelastung.
  3. höher ist die Arbeitsmotivation.



Warum die Verbundenheit zum Beruf wichtig ist für LKW-Fahrer.



Die Art der beruflichen Tätigkeit ist für viele Menschen wichtig - viele sehen darin eine wichtige Quelle für Status und Identität. Häufig wird Menschen aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit soziale Anerkennung und Wertschätzung entgegengebracht. Das Image eines Berufes ist sehr subjektiv und wird aus der Perspektive der in dem Beruf tätigen Arbeitskräfte bewertet.

Die JOBMATCH.ME Studie zeigt: Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer im Fernverkehr nehmen ihr Berufsprestige als wesentlich geringer wahr, als LKW-Fahrer im Nahverkehr.

Das sollten Arbeitgeber tun, um ihre LKW-Fahrern zu unterstützen:

  • Ein angemessenes Gehalt zahlen und Perspektiven aufzeigen.
  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglichen.
  • Unterstützung bei z.B. Parkplatzsuche
  • Hilfe bei schwierigen Kunden.
  • Identifikation mit dem Beruf fördern.
  • Weitere Anreize und Gesundheitsförderung bieten.

    Für detaillierte Informationen steht die Thesis hier zum Download bereit.

Titel: Der Einfluss von wahrgenommener Wertschätzung und organisationaler Unterstützung auf die berufsbezogene sowie betriebliche Verbundenheit am Beispiel von Berufskraftfahrern.

Wenn auch sie mit Fluktuation und Fachkräftemangel zu kämpfen haben, finden sie Bei JOBMATCH.ME qualifizierte LKW-Fahrer.


Autor: Lukas Gröninger